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Chinatown New York – Konfuzius mitten in Manhattan

Chinatown New YorkStadtteil Chinatown New York

Wie in fast jeder großen amerikanischen Stadt gibt es auch in New York nicht nur ein jüdisches Viertel, sondern auch eines, das größtenteils von Chinesen bewohnt wird: Chinatown. Allein in diesem Stadtteil leben rund 150.000 Menschen mit chinesischen Wurzeln, in ganz New York sind es etwa doppelt so viele. Das chinesische Stadtviertel ist in einer Zeit entstanden, als viele Chinesen für den Eisenbahnbau und andere einfache Arbeiten in den USA angeheuert wurden. Die Einwanderer wollten Ihr kulturelles Erbe erhalten und bildeten eigene Quartiere.

Anlaufstelle Chinatown

Chinatown NYC PlakatAuch heute noch spricht in etwa die Hälfte der Bewohner von Chinatown kein Englisch. Während andere Immigranten-Stadtviertel wie Little India oder das jüdische Viertel über die Jahre etwas kleiner geworden sind und immer weniger an ihre Wurzeln erinnern, dehnt sich Chinatown immer weiter aus. Die Gemeinde hat einen gewissen Wohlstand erreicht. Sie ist nach wie vor eine beliebte Anlaufstelle für Chinesen, die sich aus ihrem Heimatland auf den Weg nach New York machen, um dort zu leben. Seit der Rückgabe Hongkongs an China im Jahre 1997 gab es eine weitere Einwanderungswelle aus Hongkong. Im Vergleich zur ersten Einwanderungsperiode handelte es sich dabei um vorwiegend deutlich wohlhabendere Chinesen.

Günstig Essen gehen in Chinatown New York

Das Zentrum erstreckt sich entlang der Canal Street sowie der Mott Street. Dort gibt es allerlei Läden und Geschäfte die sich auf exotische Gewürze, asiatische Lebensmittel und auch gefälschte Markenartikel spezialisiert haben. Eine touristische Attraktion in dem Sinne ist das Stadtviertel nicht, da es eigentlich zur Versorgung mit Gebrauchsgütern und Lebensmitteln des alltäglichen Bedarfs der hier lebenden Chinesen sowie Asiaten dient.

Aber viele New Yorker und Touristen nutzen Chinatown, um günstig Essen zu gehen und um einmal in eine unbekannte, exotische Welt einzutauchen. Im Gebiet um Mulberry Street und Grand Street gibt es hunderte von chinesischen Restaurants, die für ihre gute Küche bekannt sind und deren Besuch sich lohnt. In Chinatown finden fast täglich kleinere Flohmärkte statt, auf denen Waren aller Art angeboten werden. Ein Bummel über die Märkte und durch die Läden ist spannend und kann sich lohnen, auch wenn die Rolex, die dort angeboten wird, wohl kein echtes Markenfabrikat ist. Vorsicht beim Kauf ist also angesagt!

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Chinesisches Neujahrsfest

Echt chinesisch und besonders turbulent geht es in Chinatown jährlich zum chinesischen Neujahrsfest zu. In diesem Jahr war das um den 23. Januar herum, während das Chinesische Neujahr im kommenden Jahr am 10. Februar stattfindet. Zehn Tage lang herrscht hier dann buntes Treiben mit den verschiedensten Veranstaltungen, vielen musikalischen Darbietungen und Banketten. Am bekanntesten ist wohl die farbenprächtige Parade mit Festzügen, Musikgruppen, Löwen- und Drachentänzern, Musikanten, Zauberern und Akrobaten. Fast 5.000 Teilnehmer werden es sein, wenn sich die Parade ab 13:00 Uhr durch Chinatown windet. An der Bayard Street startet kurz danach das Festival der Kulturen.

Buddha und Konfuzius

Weiterhin unbedingt sehenswert: Im Eastern States Buddhist Temple (64b Mott Street) kann man über 100 goldene Buddha-Statuen bestaunen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Chinatown New York zählt ferner die Konfuzius-Statue, erschaffen vom Künstler Liu Shih. Sie befindet sich am Confucius Plaza im Süden des Viertels zwischen Bowery und Division Street.

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